Böden

Das Weinbaugebiet Leithaberg weist eine unverwechselbare Bodenstruktur auf

 

Ihr Boden setzt sich in seinem Kern aus kristallinem Gneis- und Glimmerschiefergestein zusammen, welches durch Jahrmillionen mit tertiärem, verfestigtem Leithakalk überzogen wurde. Denn vor 15. Mio. Jahren entstand entlang der Thermenregionslinie ein Grabenbruch, übrig blieb Urgestein und Glimmerschiefer. Durch die an dieser Linie vom Meerwasser abgelagerten Sedimente entwickelte sich der stark kalkhaltige Boden – auch Leithakalk genannt. Heute prägen diese Urgesteinsverwitterungen mit sandigem Lehm, vor allem aber Schiefer und Muschelkalk, die Leithaberg-Weine unverwechselbar machen. Denn in den Weinen finden sich winzige Spuren der Bodenmineralien wieder und verleihen ihnen jene schwer zu beschreibende würzige Qualität, die Weinverkoster meist als „mineralisch“ bezeichnen.

 

Urgesteinsböden sind karg und leicht erwärmbar. Sie begünstigen einerseits das gründliche Ausreifen der Trauben und regen zum anderen die Rebpflanzen zum Ausbilden tiefer, starker Wurzeln an – Weinstöcke neigen dazu, auf kargen Böden weniger Menge und mehr Charakter zu produzieren.
Weine auf kalkhältige Böden zeichnen sich durch Eleganz und Finesse aus. Besonders geeignet für diese Böden sind die Burgundersorten Chardonnay, Pinot Blanc, Neuburger, aber auch der Blaufränkisch. Die Böden nennt man je nach Muttergestein „Ranker“ bei Urgestein (Glimmerschiefer und Gneis) und „Redzina“ bei Kalk.